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Das ist ja seltsam! – China ist anders
Von Carina Tietz | 13.August 2009
In China ticken die Uhren anders. Auswanderer werden sich mit vielen landestypischen Begebenheiten auseinandersetzen müssen. Der Umgang mit den chinesischen Bräuchen macht nachdenklich oder löst einfach nur Verwunderung aus.
Kalligraphische Pinselstriche
Über die Straßenmaler mit übergroßen Pinseln, wundern sich die meisten Auswanderer nach China. Fast alle Chinesen sind Hobby-Kalligraphen und in fast jedem Haushalt ist einer der besengroßen Pinsel zu finden. Mit Wasser wird er zum Kalligraphischen Zeichnen genutzt. Überall in Parks und entlang der Bürgersteige findet man rückwärtsschreitende und zeichnende Chinesen. Das die Kunstwerke schon nach wenigen Minuten verdunsten scheint nebensächlich, denn diese Kunstform ist eine Ruhe- und Konzentrationsübung für Körper und Geist.
Auswanderer nach China sollten Karaoke-Singen üben
Karaoke-Singen ist eines der liebsten Freizeitbeschäftigungen der Chinesen. Überall finden fast täglich Karaoke-Wettbewerbe statt. Es gibt zahlreiche Karaoke-Bars und selbst auf dem Land spielen die Menschen gerne Popstar.
Rauchende Auswanderer finden sich im Paradies wieder
Nichtraucher sollten sich besser ein anderes Auswanderungsziel suchen, denn Chinesen rauchen für ihr Leben gerne. Manche sind Gelegenheitsraucher, aber glaubt man unbestätigten Meldungen, dann sind über 300 Millionen Chinesen regelmäßige Raucher.
Weisheiten der Chinesen
Erste Regel für Auswanderer nach China: Wo der Chinese ist, da ist Konfuzius nicht weit. Der Chinese zitiert gerne die Weisheiten seiner Dichter und Denker. Also halten wir es mit dem Schriftsteller Lin Yutang, der einst sagte: „Der Weise ist daran zu erkennen, dass ihm das Reden mehr Mühe macht als das Denken“.
Die chinesische Medizin
Mit Akkupunktur-Nadeln wird ein Bandscheibenleiden behandelt und mit „Qi“ soll ein Leberleiden geheilt werden. Die Traditionelle chinesische Medizin findet auch außerhalb Chinas immer mehr Anhänger. Das Interesse ist mittlerweile so groß, dass schon Führungen durch chinesische Krankenhäuser angeboten werden. Auch Auswanderer nach China lieben diese alternativen Heilmethoden.
Der Kult um die 3, die 5 und die 8
Die drei Zahlen 3,5 und 8 sollen Glück bringen und die meisten Chinesen glauben daran und leben sogar nach Vorgabe der Zahlen. Die Zahl 8 wird mit Vorliebe in Hong Kong als Glückszahl verwendet. Jeder will die Zahl 8 auf seinem Autokennzeichen haben. Allerdings ist dies organisatorisch unmöglich. Die begehrtesten Zulassungsnummern werden daher meistbietend versteigert. Ein Geschäftsmann soll einst über eine halbe Million US-Dollar für die Zulassungsnummer 8 gezahlt haben. Die Zahl 3 gilt als „Yang-Zahl“ und soll sich positiv auswirken. Die Zahl 5 soll magische Wirkungen haben. Kein Wunder, dass die chinesische Zigarettenmarke 555 zu den meistverkauftesten in ganz Asien gehört. Auswanderer nach China kümmert der Zahlenkult recht wenig!
“Dick sein”
… steht für Wohlstand: Das zu viele Pfunde auf den Rippen nicht mehr dem Schönheitsideal entsprechen, ist nicht in alle Gebiete Chinas durchgedrungen. Die meisten Chinesen halten es lieber mit den alten Traditionen und sagen dicken Menschen offen und ehrlich ins Gesicht, dass sie ganz schön dick seien. Doch sie meinen es nicht diskriminierend, sondern als Kompliment. Übergewicht steht für gute Ernährung und somit für Wohlstand. Dicke Auswanderer werden in China verehrt werden.
( Carina Tietz )
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Topics: China | 2 Kommentare »
13.August 2009 at 09:15
[...] Das ist ja seltsam! – China ist anders [...]
13.August 2009 at 10:00
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