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Wahlheimat China – und alles wird anders

Von Carina Tietz | 13.August 2009

Menschen, die nach China auswandern wollen, sollten sich auf Veränderungen einstellen. Die Sprache ist ein Kommunikationshemmer und auch manche Traditionen und Bräuche sind für Auswanderer nicht immer nachvollziehbar. Das Land macht täglich große Entwicklungsschritte und hinkt doch in vielen Bereichen hinterher. Auswanderer sollten sich daher zuvor mit der chinesischen Kultur und deren Sitten auseinandersetzen.

Die ärztliche Versorgung lässt zu wünschen übrig

Die vielen technischen Entwicklungen sind in Chinas Krankenhäuser leider noch nicht angekommen. Nur in den Städten ist die gesundheitliche Versorgung ausreichend. In ländlichen Gebieten fehlt es sowohl an Ärzten als auch an medizinischen Geräten. Das größte Problem für Auswanderer ist allerdings die chinesische Sprache, die im Notfall über Leben und Tod entscheiden kann. Selbst in den großen Städten, mit Ausnahme Hong Kong, sprechen die meisten Ärzte und auch das Pflegepersonal nur chinesisch. Nur ganz wenige sind mit der englischen Sprache vertraut. Doch es mangelt trotzdem an notwendigen Fachbegriffen aus den medizinischen Bereich.

Auswanderer müssen lernen mit der Luftverschmutzumg zu leben

Die Statistik spricht Bände: 14 der dreckigsten Städte der Welt liegen in China. Schuld an dieser Rangliste ist nicht zuletzt die Luftverschmutzung. Die schlechten Luftverhältnisse in einer chinesischen Großstadt kann mit der Belastung in deutschen Städten nicht im geringsten verglichen werden. Was für Auswanderer schon zu gesundheitlichen Beeinträchtigung führt, gehört in China zur Normalität. Auswanderer in chinesischen Großstädten klagen häufig über Atemnot, Heiserkeit und unerklärlichen Niesattacken. Alle Symptome stehen in engem Zusammenhang mit der Staubpartikel-Belastung. Asthmakranke Menschen sollten nicht unbedingt nach China auswandern.

Schwierige Situation für Auswanderer, die auf Medikamente angewiesen sind

Auswanderer nach China, die dauerhaft auf Medikamente angewiesen sind, sollten vor einer Auswanderung genaue Erkundigungen einholen. Viele der in Deutschland gängigen Medikamente sind in China gar nicht oder nur schwer erhältlich. Medikamente, die in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, sind in China gar nicht erhältlich und zum Teil auch verboten.

Auswanderer können nur scher einen Vorrat anlegen

Auch das Anlegen einen Vorrates kann unter Umständen schon an den Einfuhrbestimmungen scheitern und deshalb müssen genaue Auflagen eingehalten werden. Wer Medikamente aus Deutschland einführen will, der muss nachweisen, dass die mitgeführte Mengen im Verhältnis zum Aufenthalt stehen. Das ist bei Auswanderer natürlich schwer zu bestimmen und somit Auslegungssache der zuständigen Behörde. In jedem Fall benötigt man für die Einfuhr von Medikamenten nach China ein ärztliches Attest in englischer Sprache. Um später keine bösen Überraschungen zu erleben, sollten Auswanderer nach China sich vorab bei der chinesischen Botschaft in Berlin erkundigen.

( Carina Tietz )

Tipp

Lesen Sie auch die Beiträge über das chinesische Volk und seine Besonderheiten sowie Wissenswertes über China als Weltwirtschaftswunder.

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Ein Kommentar to “Wahlheimat China – und alles wird anders”

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    13.August 2009 at 10:11

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